Tipps & Tricks: Das solltet Ihr tun, wenn Windows 10 immer langsamer wird

F. Sinner hat gepostet

Windows 10 ist von Microsoft eigentlich auf eine Top-Performance ausgelegt. Und tatsächlich ist die neueste Windows-Version auch weitaus weniger hardware-hungrig, als es noch bei Windows 7 der Fall war. Wer das erste Mal einen neuen Rechner ausprobiert hat, der wird überrascht sein, wie schnell und direkt sich Windows 10 bedienen lässt. Nun liegt es allerdings in der Natur eines Betriebssystems, dass es im Laufe der Nutzungszeit sichtlich an Performance verliert – und das hat vielfältige Gründe. Der Computerspeicher wird voller, der ungewünschte Datenmüll größer und das System muss sich meist um mehr Dinge kümmern, als es im Auslieferungszustand tun musste. Glücklicherweise müsst ihr mit dem Zustand nicht dauerhaft leben, denn es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie der PC wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Und so geht’s.

Nervigen Datenmüll entsorgen

Ursache: Wer einen Computer samt Betriebssystem nutzt, der sammelt selbst mit den kleinsten Dingen Datenmüll (= temporäre Dateien oder Fehlerberichte) auf der internen Festplatte. Und wer diese nicht bereinigt, der wird nach einiger Zeit durchaus die Unterschiede beim Bootvorgang oder beim Öffnen von Programmen bemerken. Die Unterschiede machen sich am Anfang nur leicht, später aber immer stärker bemerkbar.

Lösung: Wie im echten Leben, kann auch Datenmüll einfach aufgeräumt werden. Das klappt bei Windows 10 vielleicht nicht unbedingt mit einem Staubsauger, aber immerhin bietet das System eine digitale Lösung an, die jeder nutzen kann. Das vorinstallierte Tool hört auf den Namen Datenträgerbereinigung und wird am besten über die Suchleiste unten links auf dem Desktop gefunden. Die Bedienung ist denkbar simpel: Einfach das gewünschte Laufwerk auswählen, das Tool sucht den unnötigen Software-Ballast und zum Schluss mit einem Klick bestätigen. Fertig!

Längst vergessene Programme deinstallieren

Ursache: Im Normalfall nutzt jeder Windows 10 nicht nur für 2 Wochen und danach nie wieder. Ganz im Gegenteil, denn ein Windows-Computer ist jahrelang im Dauerbetrieb – wird aber nur in den seltensten Fällen neu formatiert. Dadurch wird die Liste der installierten Programme immer länger und länger und länger. Ungenutzte Programme werden aber nicht immer deinstalliert, machen es sich auf dem PC bequem und lassen die Festplatte überquellen. Dass dieser Aspekt nicht sonderlich förderlich für die PC-Performance ist, sollte sich von selbst erklären.

Programme lassen sich am übersichtlichsten in der klassischen Systemsteuerung deinstallieren.

Lösung: Ungenutzte Programme einfach deinstallieren! Das dauert normalerweise keine fünf Minuten, entlastet den Computer aber massiv.  Gebt dafür einfach die Systemsteuerung in euer Desktop-Suchfeld ein, geht dort unter Programme auf den Unterpunkt Programme deinstallieren, sucht dort die Übeltäter heraus und entfernt sie mit einem Klick. Das schafft wieder mehr Platz auf eurer Festplatte und für die Rechnergeschwindigkeit ist es gleichzeitig auch noch von Vorteil.

Der App-Flut Einhalt gebieten

Ursache: Für alles gibt es eine App – so oder so ähnlich klingt eine bekannte Aussage bezüglich der kleinen Software-Helfer. Das mag auch stimmen, aber Windows 10 wird unter der Last schwer schnaufen, wenn der Spruch eins zu eins in die Realität umgesetzt wird. Dabei ist noch nicht einmal der Speicherplatz gemeint (Apps sind wesentlich kleiner, als echte Desktop-Programme), sondern eher der Arbeitsspeicher. Viele Apps aktivieren bei der Installation automatisch den Hintergrundmodus und laufen weiter, selbst wenn man dies überhaupt nicht möchte. Applikationen für Streaming oder Nachrichten wären hier besonders hervorzuheben.

Installierte Apps fliegen gerne mal unter dem Radar und bremsen den Rechner durch schiere Masse aus.

Lösung: Den Arbeitsspeicher (=RAM) mit nur wenigen Klicks entlasten. Im Desktop unten links auf das Windows Logo klicken und dort über das Zahnrad in die Einstellungen wechseln. Dort lohnt sich ein Klick auf den Menüpunkt Datenschutz und dann sollte in der linken Bildschirmliste der Unterpunkt Hintergrund-Apps ausgewählt werden. Dort sind alle installierten Apps sowie deren Hintergrund-Einstellungen gelistet. Mit einem Klick kann den einzelnen Applikationen die Berechtigung zum dauerhaften Betrieb entzogen werden. Euren Computer wird’s freuen!

Den Autostart dringend entschärfen

Ursache: Der Autostart ist oft die Ursache für ein verzögertes Hochfahren von Windows. Der Desktop ist bereits sichtbar, aber es dauert ewig, bis dieser auch nutzbar ist. Wenn genau dieser Zustand zutrifft, solltet ihr dringend einen Blick in die Autostart-Einstellungen werfen. Denn diese bestimmen, welche Programme automatisch mit dem Start des Betriebssystems aktiviert werden sollen. Das ist bei Virenscanner zum Beispiel absolut sinnvoll, bei anderen Programmen wiederum überhaupt nicht.

Lösung: Zuerst empfiehlt sich ein Rechtsklick auf die Taskleiste und dort im geöffneten Menü ein Klick auf den Task-Manager. Dort angekommen, sollte man auf den Tab Autostart navigieren, der alle Programme anzeigt, die gleichzeitig mit dem Hochfahren des Rechners gestartet werden. Im Idealfall sollten dort nur drei oder vier Einträge zu finden. Sind dort mehr zu finden, macht es meistens Sinn, diese zu markieren und mit einem Klick auf Deaktivieren zu sperren. Vor allem dann, wenn die Startauswirkungen Hoch ausfallen.

Das komplette System neu aufsetzen

Ursache: Nach einiger Zeit lohnt es sich grundsätzlich, den Computer neu zu formatieren und Windows 10 aufzufrischen. Nichts sorgt für eine bessere Performance, als ein neu aufgesetztes Betriebssystem. Eine genaue Zeitspanne für eine empfohlene Neuaufsetzung gibt es zwar nicht, aber wenn die zuvor beschriebenen Tipps nur noch bedingt helfen, dann lohnt sich ein solcher Vorgang definitiv.

Lösung: Wir hatten bereits in der Vergangenheit einen Blog-Post zu diesem Thema verfasst, wie ihr schnell und unkompliziert die Systemwiederherstellung eures Windows-Rechners nutzen könnt. Den passenden Artikel findet ihr hier.

 

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