Taktfrequenzen, Kerne, Leistung – der Prozessor näher erklärt

F. Sinner hat gepostet

Das Kernstück eines jeden Computers ist der verbaute Prozessor. Denn dieser gibt die eigentliche Leistungsstärke eures Rechners vor. Sicherlich spielen auch andere Komponente eine nicht unwesentliche Rolle (Grafikkarte, Arbeitsspeicher), aber ein Prozessor gibt das Schritttempo vor, mit dem das Gerät seine Arbeit vollrichtet. Dabei haben alle Prozessoren eine unterschiedliche Anzahl an Prozessorkernen und jeder dieser Kerne ist mit einer gewissen Frequenz getaktet. Aber was bedeuten diese Zahlen und auf was sollte geachtet werden? Wir möchten euch das Thema näher erklären und zeigen euch, was es mit der Wissenschaft des „richtigen“ Prozessors auf sich hat.

Was ein Prozessor für Aufgaben übernimmt

Ein Prozessor ist für manche vielleicht besser als CPU (= Central Processing Unit) bekannt. Die CPU übernimmt alle Berechnungsaufgaben auf dem Computer und erledigt diese Aufgaben je nach Stärke besonders schnell und effizient. Ihr klickt beispielsweise auf ein Programm und der Prozessor berechnet auf Basis einer mathematischen Formel in Sekundenbruchteilen den Start sowie die Darstellung der gewünschten Software. Jeder Klick, der eine Reaktion des Rechners hervorruft, wird dabei im Hintergrund sorgfältig zusammengesetzt. Der CPU ist daher ein besonders kritisches Bauteil für die Zusammensetzung des Computers und sollte dieser mit Aufgaben überlastet sein, werdet Ihr dies recht schnell anhand von Rucklern oder Systempausen bemerken.

Intel oder AMD, das ist hier die Frage

Wer heutzutage einen Computer kauft und sich das Datenblatt ein wenig näher anschaut, der wird in fast allen Fällen an den Begriffen „Intel“ oder „AMD“ hängen bleiben. Denn beide Unternehmen gehören zu den größten Prozessorherstellern unseres Planeten und beinahe jeder Rechner hat das Herzstück von einem der beiden Unternehmen verbaut.

Intel ist vermutlich der bekannteste Prozessorchip-Hersteller des Planeten. Auch unsere TREKSTOR-Produkte setzen übrigens auf Intel. (Robson90/Shutterstock.com)

Dabei ist es letztlich egal, ob der Prozessor von Intel oder AMD kommt, denn beide bieten Technik an, auf die im Alltag absolut Verlass ist. Allerdings hat Intel eine kleine Vormachtstellung auf dem Markt, da vor allem fertige Rechner in vielen, vielen Fällen auf die Chipsätze dieses Herstellers setzen. Am Ende des Tages spielt der Produzent nur selten eine Rolle, sondern nur die tatsächliche Leistung des verbauten Chips.

Die Anzahl der Kerne ist ein gutes Leistungsindiz

Auf einem Prozessorchip kann eine unterschiedliche Anzahl an CPU-Kernen arbeiten, die dementsprechend mehr Verantwortung übernehmen, als es bei einem alleinigen Kern der Fall sein würde. Ein alter „Single-Core“ konnte weitaus weniger Befehle pro Sekunde erledigen, als es beispielsweise neuere Mehrkern-Prozessoren können. Eine höhere Kernanzahl zeigt also durchaus die Leistungsfähigkeit eines Prozessors an, wobei es ebenfalls auf die Taktrate der einzelnen Kerne ankommt. Die Taktrate zeigt an, wie schnell ein einzelner Kern an sich ist. Viele Kerne mit kaum Taktfrequenz (eher unwahrscheinlich) würden also eher nicht den gewünschten Performance-Boost bringen – eine Kombination aus beiden Aspekten ist der optimale Weg für eine ausgeglichene Computer-Leistung.

Die Taktfrequenz als Zünglein an der Waage

Wie schon zuvor beschrieben, ist die Taktfrequenz für die tatsächliche Geschwindigkeit eines Prozessorkerns zuständig. Die Leistungsfähigkeit an sich wird dabei in drei Leistungskategorien eingeteilt: Hertz, Megahertz und Gigahertz – allerdings arbeiten moderne Prozessoren nur noch im Gigahertz-Bereich. Die Leistungsumrechnung schaut dabei wie folgt aus: Ein Gigahertz verarbeitet pro Sekunde eine Milliarde Stromimpulse, die dann in den (hoffentlich) flüssigen Betrieb des Systems wandern.

Prozessoren sind nicht besonders groß und sehen unspektakulär aus, sind aber für einen gut funktionierenden Rechner essentiell.

Moderne Computerkerne sind im Bereich von zwei Gigahertz getaktet, wobei eine höhere Kernanzahl automatisch eine höhere Taktung zulässt. Das führt dazu, dass die Kerne von top-aktuellen Highend-Prozessoren im Bereich von über drei bis vier Gigahertz getaktet sein können. Zudem ist es möglich, Prozessorkerne über die Vorabeinstellungen des Herstellers zu übertakten. Das Ergebnis ist eine noch effizientere Leistung, die aber bei unsachgemäßer Durchführung ein Überhitzungsrisiko der Komponente mit sich bringt.

Es kommt ganz darauf an, was man benötigt

Ein teurer neuer Prozessor bringt natürlich nur wenig, wenn man ihn nicht ausreizt und dieser daher nur gelangweilt vor sich hinarbeitet. Das kostet nicht nur unnötig Geld für die Anschaffung sowie den Mehrverbrauch an Strom, sondern führt auch zu kaum ersichtlichen Vorteilen im alltäglichen Gebrauch. Von daher sollte man die Wahl des Prozessors an die persönlichen Nutzungsvorstellungen anpassen.

  • Wer nur surft, Multimediainhalte nutzt und Office-Programme benötigt, dem genügt im Normalfall ein Einstiegsprozessor, der mit den genannten Aufgaben problemlos fertig wird und für absolut zufriedenstellende Ergebnisse sorgt.
  • In die Mittelklasse steigt man eigentlich nur ein, wenn das Nutzerprofil anspruchsvoller wird. Wer zum Beispiel moderne Spiele mit einer etwas heruntergeschraubten Leistung spielen mag oder wer gerne mal ein Bild etwas professioneller bearbeitet, der sollte sich im Mittelsegment genauer umsehen.
  • In die Oberklasse steigt man dann ein, wenn man nur das Beste vom Besten möchte und bereit ist, dementsprechend tief in die Tasche zu greifen. Wer viel rendert, Videos in 4K bearbeitet oder die modernsten Games mit bester Performance spielen mag, der muss zweifellos zu einem Chipsatz im hochpreisigen Segment greifen.

Ein letzter Tipp zum Abschluss: Die Ausreizung eures Prozessors könnt Ihr während des Betriebs jederzeit selbst überprüfen. Drückt dabei auf dem Desktop die „Strg“, „Alt“ und „Entf“-Taste gleichzeitig gedrückt und der Task-Manager öffnet sich. Dort drückt Ihr auf den Reiter „Leistung“ und schon habt Ihr die volle Einsicht auf die Auslastung eures Prozessors.

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