Potentielle Gefahr: Blitz und Donner sind für Hardware nicht geheuer

F. Sinner hat gepostet

Der Somme dieses Jahr bringt nicht nur viel Hitze mit, sondern ist gleichzeitig die ideale Brutstätte für tosende Gewitter. Auch wenn man sich bei so hohen Temperaturen gerne ein leichtes Unwetter für die Abkühlung herbeisehnt, so ist dieses ein potentieller Gefährder für die Technik daheim. Bei Blitz und Donner gilt es ein paar Dinge zu beachten, wenn man die Gefahr für die teure Hardware möglichst minimieren möchte. Denn tut man dies nicht, könnte es im schlimmsten Fall zu ungewollten Beschädigungen führen.

Die Gefahr existiert eher unterschwellig

Meteorologen sprechen von 700.000 bis 800.00 Blitze pro Jahr über unserem deutschen Himmel. Eine beachtliche Zahl, die so vielleicht nicht jeder vermutet hat. Im Vergleich dazu ist die Zahl durch von einem Blitzeinschlag zerstörter Geräte vermutlich fast schon gering – obwohl wir zugeben müssen, keine offiziellen Statistiken dafür gefunden zu haben. Wir sprechen hier also nur von unseren eigenen Erfahrungen, ganz ohne Gewähr.

Nicht wenige Menschen unterschätzen die Gefahr, die von einem Gewitter ausgeht.

Und dennoch spielt man immer mit der Gefahr, wenn man während eines Unwetters seine Geräte nicht richtig behandelt und wichtige Schutzvorkehrungen trifft. Also was tun, wenn es draußen mal wieder kracht und rumpelt?

Alle Stecker ziehen

Nein, wir machen keinen Spaß. Bei einem nahenden Gewitter empfehlen Experten, die Stecker des Geräts zu ziehen. Und damit sind auch wirklich alle gemeint. Wenn der Rechner oder der Fernseher vom Strom gekappt wurde, das Netzwerk- oder das Antennenkabel allerdings noch in den Geräten steckt, sind diese nach wie vor gefährdet. Denn bei einem Blitzeinschlag sucht sich die Energie den Weg nicht nur durch die Stromkabel – auch andere Anschlüsse sind ebenso gefährdet.

Selbst entfernte Gewitter strahlen Gefahr aus

Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Gewitter nur eine Bedrohung darstellt, wenn es direkt über dem Haus oder der Wohnung angekommen ist. Doch ist die Wahrheit aber, dass selbst Blitzeinschläge von bis zu einem Kilometer Entfernung schwere Schäden an Elektrogeräten verursachen können. Möglich macht dies die sogenannte Induktion, die aufgrund von sehr hoher Spannung Geräte zerstören kann. Hier ist also besonders Vorsicht geboten. Übrigens: Selbst geprüfte Blitzableiter mit deutschem Qualitätssiegel bieten hier keinen Schutz.

Steckdose mit Überspannungsschutz

Teure Elektrogeräte wie den heimischen Computer oder den topaktuellen Smart-TV sollten Sie grundsätzlich nur an Steckdosen(leisten) mit Überspannungsschutz einstecken. Diese bieten nach wie vor den besten Schutz und sind bereits für 15 – 20 Euro im Fachmarkt zu finden.

Steckdosen sollten in jedem Fall qualitativ hochwertig sein - billige Varianten können lebensgefährlich sein.

Der Vorteil: Viele Hersteller dieser Überspannungsstecker geben umfassende Garantien, dass den Geräten nichts zu stößt. Damit wird also direkt der doppelte Schutz gekauft – Vorsorge und potentielle Nachsorge in einem günstigen Paket. Übrigens: Bei einem Blitzeinschlag fördern ganz normale Steckdosen eine Kettenreaktion und garantieren den Verlust gleich mehrerer Geräte!

(Bitterer) Fun Fact: Vorsicht vor den Killerinsekten!

Fransenflügler. Quelle: Donald Hobern aus Kopenhagen, Dänemark/Wikipedia)

Was wie der reißerische Titel eines billigen Low-Budget Films klingt, ist im realen Leben gar nicht so unwahrscheinlich – zumindest für Elektrogeräte. Klingt seltsam, ist uns klar. Aber Achtung: Die Rede ist hier von den fiesen Fransenflüglern, auch als Gewittertierchen bekannt. Und ja, die gibt’s wirklich. Kein Witz, ist so. Diese Insekten suchen sich gerne bei nahendem Gewitter einen Unterschlupf, der dann auch unter gewissen Umständen das Innere der eigenen Wohnung sein kann. Und weil die Lüftungsschlitze von Monitoren ganz besonders einladend wirken, krabbeln die Viecher gerne auch einmal dort hinein. Was dann geschieht, ist genauso bitter wie nervig: Sie krabbeln über den Bildschirm und sind hinter der Glasscheibe für die eigenen Augen wunderbar sichtbar – quasi als sich bewegender und lebender Pixelfehler. Und wenn es ganz blöd läuft, fühlt sich das Tierchen dort so wohl, dass es nicht wieder rauskommt. Und wenn es kolossal dumm läuft, verendet es an Ort und Stelle und agiert fortan als dauerhaft erinnernder Fleck auf der Mattscheibe. Und die sterblichen Überreste des Störenfriedes zu entfernen, erweist sich als nahezu unmöglich, da diese hinter der Glasscheibe stecken. Yep, soviel also zum Fransenflügler. Und da sollte nochmal sagen, wir würden nicht alle Eventualitäten in Betracht ziehen.

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