Hilfe! Meine Technik grillt mich!

F. Sinner hat gepostet

Achtung: Sollte in diesem Text die eine oder andere potentielle Übertreibung gefunden werden, dann seid euch Gewiss: In Realität war alles noch viel schlimmer =)

Ein kurzer Blick nach draußen: Strahlender Sonnenschein. Ein noch kürzer Check der Temperaturen: Fenster auf um die Temperaturen checken – um Gottes Willen! – und auch gleich wieder zu, da sonst das Shirt Feuer fangen könnte. Die Augen wandern ungewollt nach rechts und entdecken die dicke rote Zahl 38, die da auf dem Thermometer prangt. Yep, so muss es sich wohl in der Sahara anfühlen. Oder innerhalb eines aktiven Vulkans … oder auf der Sonnenoberfläche? Ob die Hölle wohl genauso heiß ist?! Oh Gott, ich will nicht dran denken. Aber genug der unsinnigen Selbstbemitleidung, es wird alles besser. Endlich Feierabend! Also ab nach Hause in die abgehängte Dunkelkammer, meinem Zweitjob als Vampir nachgehen. Aber wie Ihr euch bestimmt denken könnt, wird es zu Hause auch nur dezent besser. Nun, lasst mich euch erzählen, wie gefährlich sich Technik im Sommer auf meine Wohlfühloase ausübt und welch schlimme Momente ich in den eigenen vier Wänden erleben musste.

Der Feind auf dem Balkon

Daheim angekommen ist noch alles gut. Es ist wesentlich angenehmer als draußen und die schattige Luft wirkt kühlend. Euphorisiert von den angenehmen Temperaturen geh ich mit dem Smartphone in der Hand (logisch, weil ohne geht ja heutzutage nix mehr) raus aus den Balkon um schnell eine zu rauchen. Fehler! Ganz großer Fehler! Bereits nach kürzester Zeit fühlt sich mein Smartphone so heiß an, als würde ich genüsslich brennende Kohle mit meinen Fingern massieren. Urgh! Aber mal am Rande: Wusstet Ihr, dass Hitze Smartphones bereits nach kürzester Zeit massiv schädigen kann? Starke Hitze zerstört die Flüssigkristalle des Handy-Bildschirms und fördert so Pixelfehler oder störende Schatten auf dem Display. Selbst der Akku rebelliert mit imaginären Fackeln und Mistgabeln, wenn es ihm zu heiß wird − nicht selten verkürzen hohe Temperaturen die tatsächliche Lebensdauer des Akkus massiv. Hitze und Smartphones sind alles, nur keine gute Kombination.

Der Horror geht weiter

Holla die Waldfee, schnell wieder rein in die schützenden Wände. Kurz bevor ich die Tür schließe, komme ich mir vor wie Gandalf im ersten Teil von Herr der Ringe, als er auf der Brücke steht und dem Feuermonster zubrüllt: „DU KOMMST HIER NICHT VORBEI!“. Klack. Tür zu. Läuft! Nun denn, ab auf die Couch. Tablet raus, ein paar Apps öffnen, bisschen Nachrichten lesen, Musik-Streaming an und…naja, eher weniger Spaß haben. Bereits nach kürzester Zeit strahlt das Tablet eine Hitze ab, dass mir jeglicher Spaß vergeht. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. An euch ein kleiner Tipp: Nutzt auf Tablets nur rechenarme Anwendungen, verzichtet auf Multitasking und lasst keine Streams im Hintergrund laufen, die das Gerät unnötig belasten. Fazit: Das Tablet heizt sich wesentlich weniger auf und Ihr verhindert dadurch erhöhte Temperaturen.

Ob Notebook, Tablet oder Smartphone - jedes Gerät benötigt spezielle Gegebenheiten, um sich zu kühlen.

Das ist besonders wichtig, da Tablets mit einer Passiv-Kühlung arbeiten, die für eine effektive Arbeit kältere Luft von außen benötigt – was im Sommer nicht unbedingt immer optimal funktioniert. Am Notebook funktioniert die Kühlung ein bisschen besser, wenn Ihr die Lüftungsschlitze immer schön offenlässt. Aber auch hier wird sich das Gerät ganz normal aufwärmen – wundert euch also nicht über eine angestiegene Temperatur. Und sollte das Notebook dann doch mal wie von Geisterhand ausgehen, müsst Ihr euch nicht sorgen, denn dann hat der interne Schutzmechanismus vermutlich angeschlagen und das Gerät sicherheitshalber selbst abgeschaltet.

Selbst der Erdkern ist kühler

Danach hatte ich die nächste Schnapsidee des Tages: Xbox und Fernseher an, irgendwie muss man ja entspannen. Das ging dann auch für sieben Minuten, 43 Sekunden und 27 Millisekunden (bevor Ihr fragt: Nein, ich habe die Zeit nicht gestoppt) gut, bevor ich abbrechen muss. Die Hitze muss bestimmt auf 2000 Grad angestiegen sein – mindestens! Ich fühle mich dann doch noch zu jung, um mich im Wohnzimmer in ein Lagerfeuer zu verwandeln.

An besonders heißen Tagen lohnt es sich, möglichst wenige Geräte am Netz hängen zu haben.

Wie Ihr bestimmt wisst, strahlt jedes elektrische Gerät im Haushalt Wärme ab. Selbst wenn sich dieses im Stand-by befindet. Es empfiehlt sich also, alle Geräte aus der Steckdose zu ziehen – vor allem Geräte, die zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gebraucht werden. Also Kaffeemaschine, Trockner, Spielekonsole, Waschmaschine und Co abstecken und erst wieder aktivieren, wenn sie benötigt werden. Dann spart Ihr durchaus ein paar Grad ein und spart nebenbei noch ganz komfortabel Geld.

Ihr gewinnt vielleicht das Gefecht, aber nicht den Krieg

Hitze ist wie der böse Zauberer, der mit seinen Armeen über die Länder der guten Bevölkerung hinwegspült. Man kann sich effizient wehren, aber am Ende brechen doch alle Verteidigungsdämme (und nein, ein Happy End wie in einem Hollywood-Streifen gibt’s in diesem Falle nicht). Okay, war das Beispiel zu abgefahren? Mag sein, aber Ihr wisst bestimmt worauf ich hinaus will, oder? Aber egal, zurück zur Sache: Ihr könnt euch gegen hohe Temperaturen durchaus wehren, wenn Ihr es richtig macht: Viel Schatten, unnötige Geräte ausstöpseln, keine direkte Sonneneinstrahlung und so weiter, aber eine Allzweckwaffe ist das nicht. Immerhin beugt Ihr somit technischen Defekten vor und entlastet eure Geräte (und gleichzeitig auch den Geldbeutel). Und natürlich gibt es schließlich als letzte Bastion gegen die Hitzeinvasion immer noch den Ventilator – aber das ist mir erst jetzt eingefallen.

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