Gaming Deluxe – sechs wichtige Tipps für den perfekten Gaming-Monitor

F. Sinner hat gepostet

Die Videospielbranche ist die am schnellsten wachsende Unterhaltungsbranche weltweit – das Wachstum ist rasant und mittlerweile allgegenwärtig. Allein in Deutschland spielen laut Statistik über 34 Millionen Menschen Videospiele, quer durch alle Alters- und Bevölkerungsschichten. Und wer gerne zockt, der zockt natürlich auch gern in bester Qualität. Neben einem passenden Computer oder einer topaktuellen Konsole benötigen Spieler außerdem noch einen Fernseher oder einen Monitor, der alles flüssig auf die Mattscheibe zaubert. Und auch nach wie vor ist das Gaming-Display äußerst beliebt – selbst bei Konsolenspielern. Das Problem: Der Kauf eines solchen Monitors ist fast schon eine Wissenschaft für sich und es ist schwer, dort einen umfassenden Überblick zu behalten. Damit Ihr am Ende zufrieden mit einem potentiellen Kauf seid, wollen wir euch die wichtigsten Aspekte eines perfekten Gaming-Monitors vorstellen. Film ab!

1. Mit der Größe geht’s los

Grundsätzlich ist es schwierig, eine Größe zu empfehlen, da die subjektive Wahrnehmung doch stark von der jeweiligen Person abhängt. Fakt ist: Gaming-Monitore werden bevorzugt entweder in 24 Zoll oder 27 Zoll Größe angeboten. Dabei ist wichtig zu beachten, wie nah Ihr wirklich vor dem Gerät sitzen möchtet. Umso näher, umso kleiner – ansonsten schadet Ihr den Augen und habt am Ende einer Zocker-Session vielleicht sogar brummende Kopfschmerzen.

2. Die richtige Auflösung bringt die Würze

Ein Bildschirm lohnt sich nur richtig, wenn auch die Auflösung stimmt. Schließlich möchte jeder die Spiele in der möglichst besten Bildqualität spielen, ohne von störenden Pixeln abgelenkt zu werden. Dabei teilen sich derzeit drei Auflösungsoptionen den Markt untereinander auf: Die Rede ist vom allseits bekannten Full-HD (1080p), WQHD (= Wide Quad High Definition, 1440p) oder Ultra HD (4K). Die Unterschiede sind dabei recht schnell erklärt, denn je höher die Pixelanzahl, desto klarer und schärfer das Bild. Doch Achtung: Damit der 4K-Monitor die volle Spielauflösung darstellen kann, wird eine wesentlich potentere Hardware benötigt, als bei einer Full-HD Auflösung.  Aus diesem Grund werden WQHD-Bildschirme immer beliebter, da diese preislich günstiger als ein 4K-Pendant sind, weniger Hardware-Ressourcen verschlingen und dennoch eine höhere Bildqualität liefern.

3. Die Wahl des richtigen Panels

Screens werden mit unterschiedlichen Panel-Technologien hergestellt, die alle gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringen. Wir hatten bereits vor ein paar Wochen einen genauen Einblick in diese Technologien geliefert, den Ihr hier finden könnt. Wir machen es an dieser Stelle aber kurz und raten zum Kauf eines IPS-Bildschirms. Diese sind zwar im Regelfall etwas teurer, als beispielsweise VA-Panels, liefern aber eine weitaus bessere Blickwinkelstabilität, einen optimierten Kontrast sowie schnelle Reaktionszeiten – also genau die Aspekte, die man sich für einen Gaming-Monitor wünscht.

 

4. Ein niedriger Input-Lag verhindert Zeitverzögerungen

Dieser Abschnitt bezieht sich auf die unter euch, die eher schnellere Videospiele daddeln (=Shooter!) oder die, die das alles gerne ein wenig professioneller gestalten möchten. Denn wenn einer dieser beiden Aspekte zutreffen sollte, empfehlen wir dringend auf die Input-Lag Angabe des Herstellers zu achten. Bei einem hohen Input-Lag ist offensichtlich deutlich, dass die Aktion auf dem Bildschirm kurz dauert, nachdem Ihr den Befehl per Maus oder Tastatur abgesendet habt. Wir reden hier zwar über einen Bereich, der in Millisekunden angegeben wird, aber Ihr werdet es merken. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit und erst recht dann, wenn es schnell gehen muss und jeder Fehler oder jede Verzögerung direkt böse bestraft wird.

5. Mehr Herz für Hertz

Ein ebenfalls wichtiges Kriterium bei einem Bildschirm sollte die Hertz-Rate (= Bildwiederholungsfrequenz) sein, mit der der Screen die Bilder aktualisiert. Je höher die Hertzanzeige ist, desto flüssiger flimmert das Spiel über den Bildschirm. Bewegungen sind sanfter, langsamere Kameraschwenks verursachen kein Ruckeln und generell alles fühlt sich die Darstellung für das Auge massiv komfortabler an. Der Großteil aktueller Gaming-Monitore unterstützen mittlerweile 144 Hertz, nur noch wenige – meist ältere Varianten – unterstützen den vorherigen Maximalstandard von 60 Hertz. Wenn Ihr ganz tief in die Tasche greifen möchtet, dann empfiehlt sich auch ein Bildschirm mit 166 Hertz, der beim Zocken ein richtiger Genuss ist. Die Beschreibung einer „flüssigeren“ Darstellung mag für die Nutzer älterer Varianten befremdlich und wenig nachvollziehbar klingen, aber wer die neuen Screens mit extra hoher Bildwiederholungsfrequenz im Betrieb hat, der wird relativ schnell den Unterschied erkennen.

6. Die Gaming-Screen-Revolution: G-Sync bzw. Freesync

Die neuen Technologien optimieren das Verhalten der eigenen Grafikkarte in Kombination mit dem Bildschirm-Output. Dabei kommt G-Sync aus dem Hause Nvidia, während der Konkurrent AMD die Revolution unter dem Namen Freesync vermarktet. Die Sync-Techniken sind so genial, weil Sie die Darstellung auf dem Display dynamisch anpasst und auf ungewollte Ruckler automatisch reagieren. Die flüssige Bildwiedergabe auf einem Monitor wird mit „FPS“ (= Frames per Second) angegeben. Ab 60 FPS spricht man von einer flüssigen Videospielwiedergabe, wobei natürlich auch weniger oder mehr FPS möglich sind. Sind die Frames nicht fest auf 30 oder 60 FPS gelockt, kann es zu störenden Schwankungen kommen, die kleine Lags in das Spiel einbauen. Das passiert beispielsweise, wenn die eigene Hardware zu schwach für die Einstellungen ist oder wenn das Spiel unsauber optimiert wurde. Ein Monitor mit Sync-Funktion federt die Frame-Schwankungen ab und kaschiert somit womöglich auftretende Ruckler. Das Resultat: Ein wesentlich ruhigeres Bild, obwohl es eigentlich leicht ruckelt.

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