Empfangsprobleme? Fünf Lösungen für ein besseres WLAN-Signal

F. Sinner hat gepostet

Freitagabend gemütlich auf der Couch und den Fernseher an. Einen neuen Film über den TV streamen, dass wäre es jetzt! Aber wie, wenn dem Internet beim Streamen eines Full-HD Films die Puste ausgeht und das spannendste am Abend der sich hypnotisch drehende Kreis des Internet-Buffers ist? Was tun, wenn sich das Multimedia zu einer Ruckelshow entwickelt und so den gesamten Abendspaß in Sekundenschnelle im Keim erstickt? Das Problem mag nicht jeder kennen, aber leider kommen damit immer noch genug Menschen in Kontakt. Dabei können die Problemquellen weit unterschiedlicher ausfallen und zum Teil nur schwer lösbar sein. Etwa wenn man auf dem Land wohnt und nur eine altersschwache Internetleitung hat – dann wird es schwer. In solchen Fällen lohnt sich vielleicht ein Blick auf LTE als WLAN-Variante. In anderen Fällen kann man allerdings recht fix nachhelfen und das ausgestrahlte WLAN-Signal um ein Vielfaches verstärken. Aber schaut selbst, welche Option für euch Sinn machen könnte.

 

Welche Gründe kann ein schwaches WLAN-Signal haben?

Die Gründe sind vielfältig und nicht immer ist der Grund klar ersichtlich. Oft hat der Router in irgendeiner Art damit zu tun. Natürlich gibt es offensichtliche Probleme wie eine zu weite Entfernung zwischen Router und Endgerät, aber es können beispielsweise auch zu viele Wände dazwischen sein, die das Signal empfindlich stören – selbst wenn die Distanz eigentlich nicht wirklich groß ist. Ein weiterer oft vorkommender Grund ist die Innenverkleidung der Wände, die oft Metall beinhalten (Rohre, Leitungen), die sich ebenfalls negativ auf die Leistung auswirken. Das geschieht vor allem dann, wenn der Router im Keller steht und das WLAN in die oberen Räume abstrahlen soll.

Die Router-Hardware

Ein guter und moderner Router ist oft die Lösung für Empfangsprobleme. Aktuelle Router bieten oft einen neueren WLAN-Standard als die alten Geräte, die man damals zum Vertragsabschluss erhalten hat. Der Großteil der derzeit genutzten Router unterstützt den 802.11g-Standard, der maximal 54 mBit/s übertragen kann. Was vor ein paar Jahren noch als großartig eingestuft wurde, ist im Jahr 2018 aber schon längst wieder veraltet. Die neuen Standards 802.11n und 802.11ac sind die Zukunft, da sie mindestens 150 mbit/s (und oft sogar noch weitaus mehr) übertragen können.

Viele Router unterschiedlicher Hersteller sind empfehlenswerter, als das mitgelieferte Gerät des Providers.

Dank neu integrierter Übertragungstechniken können diese Verbindungen in vielen Fällen selbst die ungünstigsten Verbindungsstrecken überwinden und dadurch effektiver die gewünschten Räume mit WLAN versorgen. Die Geräte mit den neuen Standards sind besonders dann zu empfehlen, wenn man eine schnelle Leitung seitens des Providers gebucht hat.

Die Router-Optimierung

Wer keinen neuen Router haben möchte, der könnte am alten Router entweder die bestehenden Antennen durch modernere austauschen oder überhaupt Antennen anschließen. Aber Achtung: Dies ist nicht bei jedem Router möglich – ohne Antennenanschluss wird der Vorgang logischerweise nicht funktionieren, da der Hersteller die Funkantennen intern verbaut hat und keine externe Lösung vorsieht. Nichtsdestotrotz kann ein Wechsel (oder die Nachrüstung) von Antennen wahre Wunder bewirken.

WLAN-Kanal wechseln

Viele Router laufen über Standard-Funkkanäle und können sich in weniger optimalen Momenten gegenseitig stören. Das Fazit ist ein massiver Leistungsabfall und in seltenen Momenten überhaupt kein Signal. Das passiert vor allen in hoch frequentierten Orten wie Städten oder größeren Wohneinheiten. Wer dieser Vermutung nachgehen möchte, der wechselt am Router einfach den genutzten WLAN-Kanal und schaut, was geschieht. Das ist nicht sonderlich kompliziert und kann in wenigen Minuten umgesetzt werden. Eine genaue Anleitung können wir aber nicht liefern, da die Einstellungen bei jedem Router unterschiedlich sind. Eine kleine Recherche im Netz, sollte die Schritte allerdings schnell ans Tageslicht befördern.

WLAN-Repeater nutzen

Eine beliebte Alternative ist die WLAN-Reichweitenverstärkung über einen WLAN-Repeater. Dieses kleine externe Gerät wird mittig zwischen den Ort des Routers und des Endgeräts in die Steckdose gesteckt. Der Repeater fängt das Router-Signal auf, verstärkt es und leitet es dann weiter. Der Vorteil bei Repeatern ist der moderate Preis und die einfache Einrichtung und Bedienung – nach ein paar Minuten ist alles eingerichtet und bereit. Wer am Endgerät zwar WLAN empfängt, aber nicht mit der Signalstärke zufrieden ist, der sollte mit einem Repeater eine schnelle und günstige Lösung finden.

Internet durch die Steckdose

Eine der besten Alternativen, um ein starkes Internetsignal überall im Haus zu haben, ist das Internet durch die Steckdose. Eher bekannt unter dem Namen „Powerline“. Eine spannende Technik, die quasi wie ein LAN-Kabel funktioniert – nur mehr oder weniger ohne Kabel. Das Ganze funktioniert wie folgt: Ein Powerline-Adapter kommt in eine Steckdose neben dem Router und wird mit einem kurzen LAN-Kabel mit eben diesem verbunden. Der Router lässt das Netz anhand des Adapters in den Stromkreislauf leiten und es kommt dort wieder raus, wo der zweite oder dritte Powerline-Adapter gesetzt wird. Von dort kann das Netz entweder per LAN-Kabel an die Endgeräte weitergegeben werden oder alternativ als WLAN-Signal ausgestrahlt werden.

Viele Powerline-Adapter sehen nicht viel anders aus, als ein WLAN-Repeater.

Powerline-Adapter sind nicht wirklich billig, dafür aber mit Abstand die effektivste und gleichzeitig komfortabelste Art und Weise, das beste Internet-Signal ans Ziel zu bringen. Und es funktioniert immer – vorausgesetzt, alle genutzten Powerline-Adapter befinden sich im gleichen Stromkreislauf.

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