Die Evolution der Tablet PCs – ein Überblick des Fortschritts

V. Wohlbold hat gepostet

Vom Australopithecus afarensis zum Homo sapiens - bei den Menschen war die Entwicklungs-geschichte schon ziemlich spannend, aber wie sah das eigentlich bei den Tablet-PCs aus? Tablets sind inzwischen jedem als flache, leichte und tragbare Computer mit einem Touchscreen bekannt. Doch wer genau kam eigentlich auf die Idee mit den PCs ohne mechanische Tastatur? Mal sehen, wie alles begann.

Vorgänger des Tablets

Wie immer gab es zunächst eine Idee. Erste Entwürfe im Sinne von Konzepten und Designstudien für Tablets existierten bereits Ende der 1980er Jahre. Mit dem Prototyp des PenMaster der Firma Samsung schaffte es das Tablet von der zweidimensionale in die dreidimensionale Ebene. Dieses Tablet war ein guter Anfang, kam über das Prototypenstadium aber nicht hinaus. Als eines der ersten Vorgänger des Tablets gilt das GRIDPad, das im Jahr 1989 von Samsung für die GRiD Systems Corporation hergestellt wurde.

Das Samsung GRIDpad mit PEN-Funktion leistete echte Pionierarbeit (Quelle: retrocosm.net)

Das Gerät hatte Maße von 29,2 × 23,6 cm und entsprach damit etwa der Größe eines DIN A4 Blattes und hatte eine – aus heutiger Sicht – enorme Dicke von 3,7 cm. Es konnte mit einem Stift bedient werden. Ein Schnäppchen war das Gerät allerdings nicht gerade: Der damalige Preis lag bei 2370 Dollar (heute ca. 4800 Dollar) - ohne Software. Das Gerät hatte Anwendungszweck bei der Lagerverwaltung, der Polizei, im Krankenhaus und anderen Datenerfassungstätigkeiten, zu einer großen Marktreife fand das Produkt aber nicht - bis zur großen Sternstunde des Tablets sollte es noch eine ganze Weile dauern.

Personal Digital Assistant

Die als Personal Digital Assistant bezeichneten Geräte, kurz PDA, waren ein weiterer Schritt in der Entwicklungsgeschichte des Tablets. Das waren kleine Alltagshelferlein, die hauptsächlich auf Kalender-, Adress- und weitere ähnliche Aufgabenverwaltungen beschränkt waren. Mit Abmessungen von 12 x 8 x 1,5 cm waren diese Geräte nicht nur kleiner, sondern vor allem wesentlich schmaler als ihre Vorgänger. Breitbandigen mobilen Internetzugang suchte man bei diesen Geräten aber noch vergebens. Bekannt geworden sind vor allem die Organizer der Firma Palm, wie etwa der Palm Pilot, der mittels einer Stift- und Handschriftenerkennung bedient wurde. Auf Grund ihres großen Bekanntheitsgrades wurde der Palm Pilot generell zu einem Synonym für PDA-Geräte.

Das Surftab wird ein Begriff

2001 wurde hinsichtlich der Begrifflichkeit ein wichtiger Grundstein gelegt. In diesem Jahr tauchte der Name Surfpad das erste Mal auf dem Markt auf, als das SIMpad von Siemens in den Schweizer Markt eingeführt wurde. In Deutschland eingeführt wurde dieses Gerät von der Telekom unter dem Namen T-Sinus Pad. Der Name entstand in Abgrenzung zu mobilen Internetgeräten mit bzw. ohne eingeschränkter Multimedia-Fähigkeit, wie z. B. Mobiltelefone mit WAP-Unterstützung. Diese Tablets wogen ca. 1 Kilogramm bei Maßen von 18,0 x 26,3 x 2,8 cm. Dieses Tablet war mit einem berührungssensitiven Touchscreen für die Bedienung mit einem Stift ausgelegt. In den Folgejahren wurden Smartphones und Tablets zunehmend mit kapazitiven Touchscreens und schließlich auch Multi-Touch-Screens ausgestattet. Auch der Verwendungszweck der Tablets hatte sich geändert, Geräte dienten zunehmend z. B. als Webpad oder E-Text-Reader. Doch auch keines dieser Tablets konnte sich ernsthaft auf dem Markt etablieren.

Das erste iPad

Die Entwicklungsreise des Tablets ging weiter, bis es dann im Jahr 2010 zum ersten Verkaufsschlager kam. Den großen Durchbruch brachte der Hersteller Apple, als er sein erstes iPad auf den Markt brachte. Die Marke erzielte mit diesem Tablet großen Erfolg und steigerte den Bekanntheitsgrad für diese Produktkategorie erheblich. Apple verkaufte innerhalb von 80 Tagen ca. 3 Millionen Geräte.

Das erste Apple iPad machte aus einem exotischen Gadget ein modernes Must-have

Es hatte Maße von 24,2 x 18,9 x 1,3 cm und wog je nach Gerätevariante zwischen 680-730 Gramm. Die Idee dieses Tablets war es, seinen PC wie ein Buch mit sich herumtragen zu können. Das iPad der ersten Generation gab es sowohl als WiFi- und 3G-Variante und war somit auch ein Begleiter für unterwegs. Zahlreiche andere Hersteller folgten daraufhin mit ähnlichen Geräten, die letztendlichen erhebliche Marktveränderungen im Bereich der tragbaren Computer nach sich zog. Tablets waren zunehmend nicht mehr nur Alltagshelfer, sondern Universal-Geräte, die alle Nutzungsmöglichkeiten, wie z. B. Telefonie, Aufgabenverwaltung, Entertainment, Arbeit und Mobilität in einem Gerät kombinierten.

Android-Tablets

Einen weiteren Höhepunkt fand die Entwicklungsreise des Tablets mit dem ersten Android Tablet aus dem Jahr 2010 und die Macher hießen nicht Samsung, sondern Archos. Nach der heutigen Definition würden wir das Archos 5 Internet Tablet vermutlich nicht mehr als ein Tablet bezeichnen, denn das Display war nur 4,8 Zoll groß. Die Maße betrugen 7,8 x 14,3 x 1,0 cm. Das Tablet lief mit Android 1.6 Donut und war die Antwort auf das iPad, das erst wenige Monate zuvor veröffentlicht worden war. Anfangs hatten Android-Tablets noch mit einigen Problemen bei der Performance zu kämpfen, diese konnten nach einiger Zeit aber deutlich verbessert werden. Ebenfalls 2010 wurde mit dem Samsung Galaxy Tab eine weitere Konkurrenz vorgestellt. Es war das erste Android-Tablet, das mit Google Market - inzwischen Play Store genannt - ausgeliefert wurde. Erst mit Android 3.0 Honeycomb hat Google offiziell Tablets unterstützt. Davor wurden Tablets von Google als übergroße Smartphones definiert.

Aktuelle Tablets

Inzwischen gibt es Tablet-PCs in allen Größen und Farben und sie sind vom Elektromarkt nicht mehr wegzudenken. Wie immer haben sich dabei einige Superlative eingeschlichen. Die dünnsten Tablets streben derzeit eine Dicke von ca. 0,6 cm an. Auch hinsichtlich des Gewichts hat sich einiges getan. Die leichtesten Tablets wiegen inzwischen um die 250 Gramm. Waren die ersten Tablet-PCs für den Durchschnittsbürger noch unbezahlbar, beläuft sich der Durchschnittspreis eines Tablets heutzutage auf die 295 Euro. Einstiegspreise liegen sogar bei 70 Euro. Laut einer Studie nutzen die meisten Menschen ihre Tablet-PCs vor allem zu Hause und nicht unterwegs. Heutzutage finden Tablet-PCs aber z. B. auch im Schulunterricht und in Betrieben Anwendung. Vollständig etabliert haben sie sich dort aber noch nicht. Und wie es weitergeht? Wir werden sehen…

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