Das Technik-Weihnachtsbombardement

F. Sinner hat gepostet

Wir lieben Technik in unserer Redaktion – wenig überraschend, bei einem Job innerhalb der Tech-Branche. Notebooks, Tablets, Fernseher und Smartphones sind eine feine Sache und im alltäglichen Gebrauch eigentlich kaum wegzudenken. Und wenn wir mal alle ehrlich sind: Wir nutzen all die Geräte mit größter Passion und ein Leben ohne eben diese ist nur schwer vorstellbar. Für manche sogar unvorstellbar. Meteoriteneinschlag im Nachbardorf oder lieber zwei Tage ohne mobiles Internet? Neun von zehn Menschen würden vermutlich lieber Option Eins nehmen – ernsthaft.
Ich bin übrigens einer dieser neun Menschen. Leben ohne Technik? Unvorstellbar! Wobei, ganz ehrlich, das stimmt so auch nicht ganz. Es gibt da einen Monat im Jahr, in dem ich sogar freiwillig auf meine ganze Technik verzichten würde. FREIWILLIG! Ihr könnt euch auch bestimmt schon denken, wann: Weihnachten. Nichts ist schlimmer als die Techniknutzung zur Weihnachtszeit. Warum das so ist? Darum!

Man ist nirgends mehr sicher – NIRGENDS!

Die Weihnachtszeit ist die vermutlich schönste Zeit im Jahr, mit all der fröhlichen und bunten Atmosphäre. Das Fest mit der Familie zu genießen, Urlaub zu haben und das Jahr locker ausklingen zu lassen ist schon eine feine Sache. Allerdings leide ich mit steigendem Alter am ultimativen Weihnachts-Overkill. Ja, Overkill. Man ist nirgends mehr sicher! Egal ob vor der Tür oder daheim mit verbarrikadierter Tür und runtergelassenen Rollläden. Der Weihnachtsgeist erwischt einen immer und überall. Und so sehr ich die Zeit auch liebe, es wäre toll auch mal Ruhe vor dem Weihnachtshype zu haben. So für einen Abend. Mehr verlange ich ja überhaupt nicht. Stattdessen nimmt das Bombardement aber kein Ende − vor allem, wenn man die alltagsübliche Technik nutzt. Es fühlt sich so an, als würde es einen Weihnachtsgeheimdienst geben, der einen so lange nervt, bis man entgeistert die Hände hebt und resigniert. Ein Entkommen ist quasi unmöglich.

Die Sache mit der Technik und Weihnachten

Stellt euch mal vor, Radio während der Weihnachtszeit zu hören, ohne dabei Wham! mit ihrem Evergreen Last Christmas "genießen" zu müssen. Das kommt gefühlt jede halbe Stunde im Radio und belastet das Durchhaltevermögen dezent. Oder aber das TV-Programm: Weihnachtsmänner rund um die Uhr, als hätte man einen rot-weißen Special-Interest Fernsehkanal in der Endlosschleife laufen. Mit minimal gestellten Werbeszenen mit lachenden Menschen überall, als wäre eben erst der ultimative Weltfrieden verkündet worden. Und mittlerweile wurde sogar die pünktliche Paket-Lieferung in den Wochen vorm Fest gegen singende (!) Pakete im Fernsehen ausgetauscht. Ist ja schön und gut, dass die Pakete singen können, pünktliche Lieferungen wären mir aber lieber (und ja, ich weiß. Die Lieferunternehmen sind hoffnungslos überfordert). Außerdem finde ich singende Pakete verstörend, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Sinnhafte Bildunterstützung für den Text? Ne, hier nicht. Mir ist einfach nur aufgefallen, wie oft der Begriff Wham! im Artikel erwähnt wurde und da dachte ich, ein Bild macht die Schleichwerbung noch offensichtlicher.

Aber okay, wenn Radio oder Fernsehen schon nicht gehen, dann versteckt man sich eben im Internet. Denkste! Weihnachtswerbung überall, Weihnachts-Sales hier, Weihnachts-Sales dort. Weihnachts-Schlussverkauf. Vor-Weihnachtsverkauf. Mitten-Weihnachtsverkauf. Gleich-ist-Weihnachten-aber-noch-nicht-ganz-Weihnachtsverkauf. Und so weiter und so fort. Ihr wisst was ich meine. Aber gut, dann geht man eben vor die Tür und flaniert zum nächsten Elektrofachmarkt um die Ecke. Bis euch die Farben der Ladenfront auffallen – rot und weiß so weit das Auge reicht. Und noch nicht mal in Ruhe einkaufen kann man dort. Alles voller Menschen, Produkte ausverkauft und Achtung, jetzt kommts! – Weihnachtsmusik schallt durch den Laden. Wham!! Geil! Nicht!

Und die Moral von der Geschichte?

Wartet mal kurz, ihr habt jetzt aber nicht ernsthaft auf eine Moral zum Abschluss gehofft, oder? Falsche Adresse! Wir brauchten noch einen Blog-Eintrag für die Weihnachtswoche und da mir zum Ende des Jahres keine Themen mehr auf die Schnelle eingefallen sind, habe ich mich einfach mal beschwert. So eine Generalbeschwerde kann sich manchmal richtig gut anfühlen. Typisch deutsch eben. Aber wisst ihr was? Ich freu mich trotzdem auf die Weihnachtsfeiertage, trotz all dem unfassbaren Gedöns drumherum

Ihr fragt euch vielleicht, warum der Weihnachtsmann einen Ghettoblaster trägt und eine Sonnenbrille auf hat? Keine Ahnung, wüssten wir auch gern!

Aber wie geht’s euch im Dezember? Genießt ihr die Atmosphäre oder stört euch das ganze Begleitmaterial ebenso? Eure Meinung würde uns interessieren!

In jedem Fall wünscht euch das gesamte TREKSTOR-Team besinnliche Feiertage und ein frohes Fest!
Und wenn Wham! im Radio kommt, dann dreht extra laut ;) Bis zum nächsten Jahr!

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